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Träume


 
 

06.01.2000

Einführung: Träume und ihre Deutung
gruppe 12 / Johannes Rosenberg

 
     
 

Träume sind nach Auffassung vieler Wissenschaftler nichts weiter als zufällige, chaotische elektromagnetische Entladungen im Gehirn. Der Träumer erstellt aus diesem Chaos assoziativ seine Traumbilder. Die Traumbilder entsprechen somit mehr oder weniger unterbewussten Wünschen, Ängsten, Hoffnungen etc..

Diese Deutung von Träumen wird hier nicht geteilt.

Träume sind weitaus komplexer, vielfältiger und realitätsbezogener.

Um Träume überhaupt verstehen zu können muss man sich erst ein mal von der Vorstellung trennen, alle Träume seien gleich und mit dem gleichen Erklärungsmuster verstehbar.

Tatsächlich gibt es viele verschiedene Traumebenen, und bereits die Einordnung eines Traumes in die zugehörige Traumebene kann sehr schwer sein.

Die Spannweite der Träume reicht von realen Begebenheiten bis zu frei generierten Phantasieträumen. Träumt also ein Mensch davon, dass ihm eine bis zum Traumzeitpunkt unbekannte Person etwas erzählt, ein Geheimnis anvertraut, also z. B. homosexuelle Neigungen, so kann dieser Traum bedeuten, dass man Kontakt hatte mit einer Person mit homosexuellen Neigungen, die man vielleicht später (eine Woche, ein Jahr) kennenlernt, oder der Traum kann bedeuten, das man sich mit der Frage beschäftigt hat: Wie würde ich reagieren, wenn mir jemand von solchen Neigungen erzählt.

Die erste Deutung wäre zutreffend für einen Traum, der auf einer der Realitätsebenen in der Traumwelt stattgefunden hat, die andere Deutung, wenn der Traum in einem von uns erzeugten Szenario gespielt hat.

Wie sehr diese Deutungen auseinander liegen wird einem spätestens dann klar, wenn die Person im Traum einem bekannt ist.

Das heißt, dass eine zutreffende Traumdeutung ohne Erkennen der Traumebene, auf welcher der Traum sich ereignete, unmöglich ist.

Angesichts dieses Umstandes mag die oft beklagte Unfähigkeit in der westlichen Hemisphäre, sich an seine Träume zu erinnern, eher ein vernünftiges Verdrängen von nicht zu verarbeitenden Informationen sein, als ein Hinweis auf verdrängte "unterbewusste Triebe".

Nichtsdestotrotz wird es nun an der Zeit, die Informationen der Traumwelt in die Tagwelt hinüberzunehmen, das unglaubliche Informationspotential der Traumwirklichkeiten endlich anzuzapfen und so der Wirklichkeit näher zu kommen!