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Diese
Abhandlung
wird
Zug
um
Zug
aufgebaut,
und
als
Hypertext
hier
veröffentlicht.
Einführung
Wir
werden
hier
über
drei
sehr
unterschiedliche
Seinsformen
diskutieren:
Die
multiple
Persönlichkeit
im
psychologischen
Sinne
(dissoziative
Persönlichkeitsstörung)
und
die
normale
Persönlichkeit
mit
vielen
inneren
"Aspekten".
Diese
beiden
Seinsformen
treten
auch
gemeinsam
auf.
Im
echten
Gegensatz
dazu
steht
der
sogenannte
"Simpel",
ein
Mensch
der
scheinbar
nur
einen
Aspekt
besitzt.
Dieser
hat
zwar
noch
unterschiedliche
Seiten,
doch
ist
bei
allen
Handlungen
eines
Simpels
die
Persönlichkeit
gut
zu
erkennen
und
steht
nicht
im
Widerspruch
zu
anderen
Handlungen
und
Denkgewohnheiten
derselben
Person.
Wir
gehen
zur
Zeit
davon
aus,
dass
der
wesentliche
Unterschied
im
Vorhanden-
oder
Nicht-Vorhandensein
eines
zentralen
Ichs
liegt.
Wir
behaupten,
dass
das
Fehlen
eines
zentralen
Ichs
nicht
automatisch
zum
"switchen"
führen
muss.
Auch
bei
Multis
werden
viele
Wechsel
in
"der
zweiten
Reihe"
vollzogen.
Nach
außen
bleibt
das
aktuelle
Ich
im
Focus,
wird
aber
von
einer
anderen
Person
im
Hintergrund
beeinflusst,
gesteuert.
Das
kann
zu
einem
Dialog
führen,
zwischen
dem
Ich
im
Ich-Focus
und
der
Inneren
Person,
aber
auch
zu
einem
Dialog
zwischen
dem
Zweitreiher
und
einer
Dritten
Person
im
Außen,
dem
das
Ich
im
Ich-Focus
als
Zuhörer
folgt.
Wir
verstehen
unter
einem
zentralen
Ich
nicht
ein
Ich,
dass
das
bestimmende
ist,
das
stärkste,
sondern
ein
alleiniges
Ich.
Es
gibt
keine
inneren
Kinder
oder
ähnliches,
die
mit
einem
eigenen
Ich
ausgestattet
sind,
sondern
der
Simpel
denkt,
"so
war
ich
,
als
ich
jung
war",
er
erkennt
sich
in
allen
seinen
"Aspekten"
sofort
wieder.
Im
Gegensatz
dazu
wird
bei
multiple
strukturierten
das
Kind
im
Inneren
als
eine
eigene
Persönlichkeit
wahrgenommen.
Es
werden
Ähnlichkeiten
zu
einem
selber
aber
auch
Unterschiede
festgestellt.
Es
werden
z.
B.
auch
weibliche
Seiten
und
männliche
Seiten
festgestellt,
die
nicht
gleichzeitig
sein
können.
Bei
einer
Person
mit
vielen
Aspekten
behaupten
wir
also,
dass
dort
mehrere
Ichs
vorhanden
sind
und
kein
zentrales
Ich
mehr
besteht.
Die
Durchgängigkeit
des
Zeitstranges
und
der
Person
lassen
sich
auf
zwei
Weisen
erklären:
1.
Es
gibt
eine
sehr
starke
Persönlichkeit,
die
den
Ich-Focus
dauerhaft
besetzt
hält
2.
Es
wurde
eine
"Folie"
oder
"Persönlichkeit"
geschaffen,
die
selber
keine
"Kontur"
besitzt,
kein
"Ich",
sondern
als
"Trägerpersönlichkeit"
fungiert,
durch
die
die
inneren
Persönlichkeiten
durchscheinen.
Vor
diesem
Hintergrund
nun
wird
deutlich,
dass
allein
die
Tatsache,
kein
zentrales
Ich
zu
haben,
nicht
mit
"krank
sein"
gleich
zu
setzten
ist.
In
England
gibt
es
eine
Richtung
in
der
Psychologie,
die
von
Teilpersönlichkeiten
ausgeht.
Der
Mensch
insgesamt
besteht
aus
mehreren
Teilpersönlichkeiten,
z.
B.
Kindern,
Erwachsenen,
Kriegern
und
Heilern.
Zwar
wird
diesen
Teilpersönlichkeiten
kein
eigenständiges
Ich
zugeordnet,
sondern
sie
werden
als
Teil
eines
großen
Gesamt-Ichs
interpretiert,
als
Aspekte
einer
Persönlichkeit,
aber
das
zentrale
Ich
im
Gegensatz
zum
Teil-Ich
existiert
dort
nicht
-
der
Mensch
als
Summe
seiner
Teile.
Hierzu
verweisen
wir
auf
unseren
Beitrag
bei
den
Naturwissenschaften,
"Die
fünfte
Dimension".
In
Anlehnung
daran
wäre
diese
Gesamtsumme
immer
unscharf,
ließe
sich
nicht
auf
ein
Ich
bringen,
sondern
wäre
immer
nur
Ausdruck
einer
Verhaltenswahrscheinlichkeit.
Erst
die
einzelne
Teilpersönlichkeit
ist
die
Realisation
einer
der
Möglichkeiten.
Es
gibt
also
kein
handlungsfähiges
Gesamt-Ich,
sondern
nur
handelnde
Teil-Ichs.
Die
Bildung
von
Teil-Ichs
ist
dabei
ein
therapeutische
Ansatz,
mit
dem
die
Lösung
von
Problemen
auf
dafür
geeignete
Teilpersönlichkeiten
übertragen
wird,
bzw.
einzelne
Teilpersönlichkeiten
als
Verursacher
von
Problemen
lokalisiert
werden.
Tja,
man
müsste
hier
dann
wohl
von
gesunder
Dissoziation
reden.
So
kommen
wir
zu
dem
Ergebnis,
dass
Multiple-Sein
im
Sinne
der
dissoziativen
Persönlichkeitsstörung
nicht
die
Krankheit
selber
ist,
ja,
gar
nicht
krank
sein
kann,
sondern
die
Krankheit
immer
nur
in
einer
Krankheit
der
einzelnen
Persönlichkeiten
gesehen
werden
kann.
Dieses
Kranksein
drückt
sich
dann
unter
anderem
in
gestörten
Kommunikationswegen
aus.
Daraus
folgen
wir
weiter,
dass
als
Ursache
für
die
Aufgabe
eines
zentralen
Ichs
nicht
nur
traumatische
Erfahrungen
in
Frage
kommen,
sondern
diese
Aufgabe
möglicherweise
ein
freiwilliger
bewusster
Prozess
der
Erweiterung
der
Handlungsmöglichkeiten
und
Wahrnehmungsmöglichkeiten
bildet.
Im
Zen-Buddhismus
ist
die
Aufgabe
des
Ichs
ein
wesentliches
Teilziel,
in
vielen
anderen
fernöstlichen
Schulen
ebenso.
Es
gibt
auch
Managerschulen
die
die
Aufgabe
des
Ichs
propagieren.
Wenn
wir
uns
also
im
folgenden
mit
dem
Multiple-Sein
beschäftigen,
so
haben
wir
immer
zwei
Dinge
vor
Augen:
1.
Die
Aufgabe
des
zentralen
Ichs
führt
zu
einer
neuen,
zukunftsweisenden
Seinsstruktur
des
Menschen.
Sie
reduziert
nicht,
sondern
erweitert
und
man
gewinnt
vielfach
hinzu
von
dem,
was
man
aufgibt.
2.
Das
Leben
mit
vielen
Ichs
ist
nicht
einfach,
sondern
schwer.
Es
stellt
Herausforderungen
an
die
Person,
die
an
die
Grenze
der
Vorstellungskraft
gehen.
In
Zukunft
könnte
eine
Disziplin
wie
"Persönlichkeitsmanagement"
zum
bedeutsamen
Bestandteil
unserer
Kultur
werden.
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