Im
Grunde
ist
es
ganz
einfach:
Das
Photon
ist
die
kleinste
gequantelte
Einheit
des
Lichtes.
Es
ist
Licht.
Es
ist
im
Ruhezustand
ohne
Masse,
was
aber
nichts
macht,
denn
Photonen
befinden
sich
niemals
im
Ruhezustand.
Die
erste
Frage,
die
sich
stellt:
Ist
das
Photon
eigentlich
"etwas",
solange
es
sich
nicht
mit
Lichtgeschwindigkgkeit
frei
bewegt?
Diese
Frage
ist
sehr
schwer
zu
beantworten.
Erhöht
man
den
Energiezustand
eines
Atoms,
so
springen
einige
Elektronen
auf
eine
weiter
außen
liegende
Bahn.
Dort
verweilen
sie
nur
kurz
und
springen
schnell
wieder
zurück
auf
die
ursprüngliche
Bahn,
was
sie
dadurch
erreichen,
daß
sie
die
zusätzliche
Energie,
die
sie
nach
außen
gezwungen
hatte,
abgeben.
Sie
emittieren
ein
Photon.
Wie
das
nun
genau
funktioniert
und
warum
das
Photon
gerade
die
spezielle
Größe/Wellenlänge
hat,
mit
der
es
emittiert
wird,
ist
noch
unklar.
Wenn
man
davon
ausgeht,
daß
das
Photon
schon
vor
der
Emission
existiert,
so
ist
es
an
ein
Elektron
gebunden
und
fliegt
gewissermaßen
mit
ihm
zusammen
um
den
Atomkern.
Dies
soll
Basis
des
Gedankenexperiments
werden.
Wir
werden
versuchen,
uns
in
die
Lage
des
Photons
zu
versetzen
und
erleben,
in
welcher
Welt
es
existiert.
Hans,
dies
sei
der
Name
des
Photons,
ist
gerade
auf
der
äußeren
Schale
eines
Kohlenstoffatoms.
Er
ist
fest
mit
Berta,
dem
Elektron,
verbunden
und
befindet
sich
in
der
Wolke
der
Aufenthaltswahrscheinlichkeiten
von
Berta.
Wie
mag
Hans
diesen
Zustand
empfinden?
Nach
der
Quantentheorie
hat
er
weder
eine
festgelgte
Größe,
noch
Geschwindigkeit
oder
Ort
an
dem
er
sich
befindet.
Er
kann
nicht
einfach
sagen,
"ich
fliege
gerade
um
ein
Atom.
Jetzt
bin
ich
im
Norden
und
bin
230.000
km
pro
Sekunde
schnell".
Sicher
ist,
daß
er
sich
nicht
mit
Lichtgeschwindigkeit
bewegt,
woraus
folgt,
daß
für
ihn
sowohl
Zeit
als
auch
Raum
existieren.
Sicher
ist
weiter,
daß
er
keine
präzise
Aussage
über
Ort
und
Zeit
machen
kann.
Hans
ist
nicht
einfach
ein
Punkt,
er
ist
vielmehr
eine
Art
Struktur,
die
sich
bildet
aus
den
Wahrscheinlichkeiten
seines
Aufenthaltortes
und
seiner
Geschwindigkeit.
Hans
kann
also
hochkomplex
sein,
trotz
seiner
Kleinheit.
Entgegen
dieser
Aufgelöstheit
in
einer
Wolke
hat
er
jedoch
eine
klare
Identität,
denn
alle
Wahrscheinlichkeiten
sind
ihm
und
nur
ihm
zugeordnet.
Fraglich
ist
allerdings,
ob
Hans
sich
als
von
Berta
verschieden
empfindet.
Ich
glaube
ja.
Berta
ist
sehr
anders,
zwar
auch
eine
Struktur,
aber
viel
schwerer.
Denkbar
ist
,
daß
Hans
sich
ebenfalls
in
Beziehung
zu
Berta
wieder
in
Wahrscheinlichkeiten
auflöst,
also
gewissermaßen
eine
energetische
Struktur
zur
Elektronenwolke
Berta
bildet,
was
ihn
freilich
noch
komplexer
macht.
Wie
nimmt
Hans
sich
selber
und
seine
Umwelt
wahr?
Seine
Umwelt
besteht
aus
Berta,
mit
der
er
eng
verbunden
ist,
dem
Atomkern,
der
sich
in
seinem
Inneren
befindet
und
recht
stabil
ist,
und
all
den
anderen
Atomen
in
seiner
Nähe.
Er
müßte
vielfältige
Schwingungen
wahrnehmen
um
ihn
herum
und
denkt
vielleicht,
daß
der
Atomkern
seine
innere
Mitte
ist,
das
Zentrum
seiner
Existenz.
Da
irrt
Hans
natürlich,
es
erscheint
ihm
nur
so,
aber
dieser
Irrtum
ist
erst
mal
gut
nachvollziehbar.
Wenn
Hans
eine
eigene
Identität
hätte,
und
davon
geht
dieses
Experiment
ja
aus,
so
müßte
er
sich
wohl
als
eine
stabile
Struktur
empfinden
und
seine
Umwelt
ebenso.
Ér
erlebt
viele
stabile
Strukturen,
die
miteinander
existieren
und
über
Wechselwirkungen
Informationen
übereinander
austauschen.
Zeit
und
Raum
sind
als
Durchschnittsgrößen
seiner
Aufenthaltswahrscheinlichkeiten
relativ
fest,
so
daß
Hans
ein
klares
Bild
der
räumlichen
und
zeitlichen
Strukturen
seiner
Umwelt
hat.
Es
mag
natürlich
auch
sein,
daß
Hans
sich
selber
als
Vielheit
wahrnimmt
und
jeder
Aufenthaltswahrscheinlichkeit
ein
eigenes
Ich
zugeordnet
ist,
so
daß
Hans
gewissermaßen
mal
hier
mal
dort
sein
kann,
oder
mal
150.000
km
pro
Sekunde
schnell
und
dann
wieder
220.000
km
pro
Sekunde
schnell.
Verweilen
wir
noch
einen
Moment
bei
diesem
kühnen
Gedanken.
Nehmen
wir
an,
Hans
wüßte
gerade
genau
seinen
Aufenthaltsort,
also
eines
der
Ichs
von
Hans.
Da
Hans
eine
Vielheit
ist,
wiederspricht
es
nicht
der
Quantentheorie,
wenn
Hans
dann
trotzdem
seine
Geschwindigkeit
kennt,
im
Gegenteil,
er
kennt
seinen
eigenen
Zustand
exakt,
dafür
aber
nicht
den
Zustand
seiner
Gesamtheit,
womit
die
Forderungen
der
Unschärfe
erfüllt
wären.
Hans
würde
dann
nur
seine
Teilwahrscheinlichkeit
erleben.
Verschiedene
Teile
von
Hans
würden
dann
natürlich
Zeit
und
Raum
anders
wahrnehmen,
je
nach
ihrer
Geschwindigkeit,
das
heißt,
gäbe
es
so
etwas
wie
ein
zentrales
Bewußtsein
von
Hans,
so
würde
es
den
Fluß
der
Zeit
als
variabel
erleben,
je
nach
Teil-Ich,
aus
dessen
Perspektive
Hans
gerade
seine
Welt
betrachtet.
Aber
nun
passiert
etwas,
das
eigentlich
recht
regelmäßig
die
Welt
von
Hans
erschüttert:
Berta
verlagert
sich,
vom
Atomkern
weg.
Der
Sprung
zur
nächsten
äußeren
Bahn
Dieser
Sprung
stellt
uns
vor
große
Probleme.
Er
ist
diskret,
das
heißt,
es
findet
keine
Bewegung
statt,
sondern
"patsch",
und
das
Elektron
ist
auf
der
äußeren
Bahn.
Hans
muß
das
wahrnehmen
können,
da
seine
Umwelt
sich
verändert
hat,
auch
seine
Struktur
mag
erschüttert
sein,
da
nun
auf
der
äußeren
Bahn
andere
Wahrscheinlichkeiten
gelten.
Ich
stelle
hier
folgende
absurde
Behauptung
auf:
Für
Hans
und
Berta
ist
das
kein
Patsch,
nicht
diskret,
sondern
im
Gegenteil
ein
langer,
Zeit
und
Raum
in
Anspruch
nehmender
Vorgang.
Wie
kann
das
sein?
Nun,
schauen
wir
erst
mal,
wie
es
weiter
geht
Der
Rücksprung
und
die
"Befreiung"
von
Hänschen
Hans
befindet
sich
nun
in
einem
stark
angeregtem
Zustand.
Es
ist,
als
wäre
er
nicht
mehr
er
selbst
und
Berta
geht
es
ebenso.
Berta
will
zurück
zum
ursprünglichen
Zustand
und
stößt
den
aufgeregten
Hans
ab,
bzw.
seine
Aufregung.
Es
stellen
sich
gleich
mehrere
Fragen.
Berta
emittiert
ein
Photon.
Ist
dieses
nun
Hans
oder
bleibt
Hans
bei
Berta
und
springt
mit
ihr
zurück
auf
sein
ursprüngliches
Niveau.
Nun,
um
hier
niemanden
zu
Nahe
zu
treten,
nehmen
wir
dieses
an,
und
nennen
das
emittierte
Photon
Hänschen.
Ist
Hänschen
ein
Klon
von
Hans?
Genaugenommen
entspricht
Hänschen
ja
dem
angeregten
Zustand,
ist
also
von
seiner
Struktur
her
anders.
Nun,
ich
sehe
mich
außerstande,
diese
Frage
zu
beantworten
und
nehme
deshalb
an,
daß
Hänschen
mit
dem
Sprung
nach
außen
geboren
wurde
und
seine
Existenz
auf
der
äußeren
Bahn
erst
beginnt.
Wie
erlebt
Hänschen
nun
den
Rücksprung?
Er
selber
springt
nicht
zurück
sondern
verläßt
Hans
und
Berta
als
Photon.
Er
hatte
bis
zum
Erreichen
der
Lichtgeschwindigkeit
ebenso
wie
Hans
eine
Vorstellung
von
Zeit
und
Raum,
der
angeregte
Zustand
dauert
schließlich
meßbare
Zeit.
Auch
bei
Hänschen
ist
dieser
Vorgang
nur
aus
unserer
Sicht
diskret,
für
ihn
vergeht
dabei
Zeit.
Aber
leider
wissen
wir
darüber
zu
wenig.
Was
wir
wissen
ist,
daß
Hänschen
einen
Zustand
erreicht,
in
dem
das
Universum
auf
einen
Punkt
reduziert
ist.
Dies
ist
die
Zeit
der
Reise
des
Lichtstrahls,
aber
davon
weiß
Hänschen
absolut
nichts.
Für
ihn
macht
es
nun
"patsch"
und
er
ist
woanders
und
reduziert
die
Geschwindigkeit,
weil
er
von
einem
Elektron
eingefangen
wurde.
Diese
muß
nicht
zu
einem
Kohlenstoffatom
gehören,
das
heißt,
daß
Hänschen
auf
einem
Schlag
in
eine
für
ihn
neue
Welt
versetzt
ist,
beziehungsweise
eben
nicht
auf
einen
Schlag.
Würde
Hänschen
uns
fragen,
wie
er
dort
hingekommen
ist,
wo
er
eingefangen
wurde,
so
könnten
wir
ihm
die
Reise
des
Lichtstrahls,
also
Hänschens
Reise,
beschreiben.
Sie
könnte
sehr
lange
gedauert
haben
oder
ganz
kurz
gewesen
sein,
aber
sie
war
nicht
diskret
sondern
kontinuierlich.
In
unserem
Raum
hatte
das
Photon
sich
bewegt,
in
Hänschens
Raum
und
Zeit
jedoch
nicht,
da
es
nichts
gab,
worin
es
sich
hätte
bewegen
können,
das
Universum
war
ja
auf
einen
Punkt
geschrumpft.
Für
Hänschen
muß
das
unglaublich
klingen,
er
war
irgendwo,
aber
er
weiß
nichts
davon
Ich
glaube,
er
würde
es
Hyperraum
nennen,
eine
Raum-Zeit
die
existiert,
in
der
er
sich
bewegt,
wovon
er
jedoch
nichts
wahrnimmt,
bis
auf
die
Wirkung
dieser
Bewegung.
Man
kann
sich
das
ganze
wie
eine
Linie
auf
einem
Blatt
Papier
vorstellen:
Wir
erleben
die
Reise
von
Hänschen
aus
der
Perspektive
des
Papiers,
also
die
Länge
der
Linie
auf
dem
Papier,
für
Hänschen
ist
das
Papier
aber
gefalten,
so
daß
Anfangs-
und
Endpunkt
der
Linie
übereinander
liegen.
Hänschen
bewegt
sich
nicht
auf
dem
Papier,
sondern
nimmt
die
kürzeste
Entfernung
zwischen
den
beiden
Punkten,
da
wo
sie
sich
berühren,
es
ist
kein
Abstand
zwischen
Ihnen,
er
bewegt
sich
durch
den
dreidimensionalen
Raum,
wir
als
Linie
durch
den
zweidimensionalen.
So
sind
alle
Kontinuen
zugleich
Diskrete
und
umgekehrt.
Der
Punkt,
die
Singularität,
ist
nur
aus
einer
bestimmten
Perspektive
Punkt,
aus
einer
anderen
jedoch
ausgedehntes
Kontinuum.
Und
damit
kommen
wir
zu
einer
Anfangsbehauptung
zurück:
Der
Sprung
eines
Elektrons
von
einer
Schale
zur
nächsten,
ist
nur
aus
unserer
Perspektive
diskret,
aus
der
Perspektive
von
Hans
ist
es
ein
ausgedehntes
Kontinuum.
Und
weil
das
so
ist,
wundert
sich
auch
Hans
nicht
über
den
Ortswechsel.
Er
erlebt
eine
längere
"Vorbereitung",
die
dann,
das
kennt
er
aus
Erfahrung,
zu
einem
Wechsel
des
Ortes
führt.
Und
so
wie
ein
Photon
die
Reise
durch
eine
höhere
Dimension
als
solche
nicht
erlebt,
so
erleben
auch
wir
Menschen
unsere
Reisen
durch
die
"fünfte
Dimension",
in
der
die
Raum-Zeit
gefaltet
ist,
nicht
als
solche,
sondern
nur
die
"Vorbereitung"
und
die
"Nachbereitung".
Diese
fünfte
Dimension
ist
gekennzeichnet
dadurch,
daß
sie
sich
zwischen
zwei
Diskreten
aufspannt,
sie
selber
ist
auch
nur
vierdimensional.
Im
eigentlichen
Sinne
ist
die
fünfte
Dimension
keine
zusätzliche
höhere
Dimension,
sondern
die
unbedingt
nötige
Verknüpfung
zwischen
Kontinuum
und
Punkt,
sie
erwächst
aus
den
vier
Dimensionen
und
ist
selber
vierdimensional.
Es
ist
eher
als
wären
die
beiden
vierdimensionalen
Räume,
aus
denen
unser
Universum
besteht,
gegeneinander
verdreht,
so
wie
eben
ein
vierdimensionaler
Raum
zu
falten
ist.
Wir
bewegen
uns
unablässig
zwischen
diesen
beiden
vierdimensionalen
Räumen
hin
und
her,
wo
wir
jedoch
Kontinuum
und
wo
wir
Ausdehnung
erleben,
ist
eine
Frage
der
Perspektive.
Raum/Zeitreisen
wären
nach
diesem
Modell
Reisen
im
zu
uns
gedrehten/gefalteten
vierdimensionalen
Raum,
die
uns
an
anderer
Stelle
in
unserer
vierdimensionalen
Raum-Zeit
springen
lassen. |