Die Naturwissenschaften
Das
Messen
und
Ablesen
Die
Naturwissenschaft
erklärt
die
wesentlichen
Gesetze
über
das
Verhalten
von
Materie/Energie
in
unserem
Teil
des
Universums.
Grundsätzlich
kann
sie
aber
keine
Aussagen
über
die
Existenz
oder
Nichtexistenz
von
anderen
"Dingen"
als
Materie
oder
Energie
in
der
uns
bekannten
Form
machen,
da
diese
nicht
gemessen
werden
können.
Naturwissenschaft
beantwortet
also
niemals
die
Fragen
nach
dem
Sinn
des
Lebens
oder
ob
es
Gott
gibt.
Die
Naturwissenschaft
basiert
auf
wenigen
wesentlichen
Prämissen,
auf
denen
sie
zwangsläufig
aufbaut.
Die
wichtigste
ist, dass
das,
was
wir
wahrnehmen,
auch
tatsächlich
existiert.
Da
alle
naturwissenschaftliche
Forschung
von messbaren
Ereignissen
ausgeht
und
diese
Messungen
natürlich
abgelesen
werden
müssen, muss
der
Vorgang
des
Ablesens
selber
einen
konkreten
Bezug
zur
Wirklichkeit
haben.
Naturwissenschaft
ist
also
ausgesprochen
"unsubjektiv",
sie
behauptet
eine
für
alle
gleiche
materielle
Wirklichkeit
und dass
jeder
Sachkundige,
der
das Messgerät
abliest,
das
gleiche Messergebnis
ablesen
würde.
-
Es
gibt
dessen
ungeachtet
auch
unter
Naturwissenschaftlern
ausgesprochene Subjektivisten.
Naturwissenschaft
im
heutigen
Verständnis
ist
also
abhängig
von Messgeräten
und
der
Zuverlässigkeit
der
Ablesung
der Messergebnisse.
Sie
setzt
also
voraus, dass
die
äußere
Wirklichkeit
nicht
nur
Illusion
ist,
sonst
wäre
ja
auch
die
Ablesung
nur
Illusion.
Die
zweite
wesentliche
Annahme,
die
darin
bereits
zum
Teil
enthalten
ist,
lautet, dass
sich
Naturgesetze
durch
Messungen
beweisen
lassen.
Das heißt, dass
nur
gemessene
oder
indirekt
(auch
zeitversetzt) messbare
Ereignisse
als
Grundlage
für
Beweise
gelten
dürfen.
Da
Beobachtung
im
Sinne
der
naturwissenschaftlichen
Beweisführung
an Messgeräte
gebunden
ist,
nur
diese
sind
unsubjektiv,
lassen
sich
so
natürlich
viele
tatsächliche,
aber
nicht messbare
Ereignisse
nicht
beweisen.
Von
daher
ist
es
ein
wichtiges
Anliegen, Messgeräte
zu
bauen,
die
bisher
noch
nicht Messbares
messen
können
und
gleichzeitig
das
Ablesen
soweit
wie
möglich
zu
objektivieren.
Hierher
gehören
das
Festlegen
von
Größeneinheiten,
also
was
bedeutet
das
abgelesene
Ergebnis
"1,2376
Kilogramm",
und
die
Art
der
Darstellung
der Messergebnisse,
heutzutage
am
besten
numerisch
als
Computerausdruck,
denn
das
reduziert
Ablesefehler
und
ermöglicht
gleichzeitig
die
zeitversetzte
Kontrolle
der
Ablesungen.
Zusammenfassend lässt
sich
also
sagen,
das
naturwissenschaftliches
Beweisen
die Messbarkeit
von
Ereignissen
nach vergleichbaren Maßstäben
und
die
sachkundige
Ablesung
der Messergebnisse
als
Voraussetzung
hat.
Die Begrenzung auf messbare Ereignisse ist durchaus sinnvoll und Garant dafür,
dass wissenschaftliches Arbeiten überprüfbar bleibt.
Die Ausgrenzung
Der Ansatz der
Messbarkeit hat jedoch auch negative Konsequenzen. Es folgt daraus schließlich,
dass ein Phänomen, wenn man versucht es zu erklären, man es nur mit messbaren,
und das heißt, mit bereits bekannten, Gesetzmäßigkeiten erklären darf.
Der typische Fall in der Naturwissenschaft ist, dass man ein messbares Ereignis
hat, dass man sich nicht erklären kann. Nun werden Hypothesen gebildet, die
solange geprüft und verbessert werden, bis man in der Lage ist, das Verhalten,
bzw. die Messergebnisse, sinnvoll zu erklären. Aus der Hypothese ist eine
Theorie gebildet worden.
Die Ausgrenzung liegt nun
in der Begrenzung der Hypothesenbildung und der Auswahl der Ereignisse, für die
eine Hypothese gebildet werden soll. Grundlage für Hypothesen sind zumeist
messbare Ereignisse. Das ist nicht immer der Fall. Manchmal folgen aus Theorien
neue Hypothesen, für die erst messbare Ereignisse gesucht werden müssen.
Ereignisse, die jedoch prinzipiell nicht messbar sind, können grundsätzlich
kein Ausgangspunkt für eine Theorienbildung sein, da eine Überprüfung der
Theorie durch Messung von vorneherein ausscheidet. Für Hypothesen gilt, dass
sie sowohl prinzipiell beweisbar als auch widerlegbar sein müssen. Die
Hypothese, dass es Gott gibt oder dass es Gott nicht gibt, ist nicht beweisbar
und eben deshalb auch nicht zulässig.
Hier geschieht nun in der
Naturwissenschaft aber ein Ausgrenzung, die nur implizit in Erscheinung tritt.
Da Gott nicht messbar ist, ist er von vorneherein als Erklärung für
naturwissenschaftliche Ereignisse ausgeschlossen, was aber bedeutet, dass von
der Nicht-Existenz ausgegangen wird, was ebenfalls nicht beweisbar ist.
Prinzipiell entsteht der
Naturwissenschaft dadurch jedoch kein Schaden. Wenn es Gott gibt, so handelt er
als willentliches Wesen, und nicht in Form einer "immer dann, wenn"
Regel. Jedes willentliche Eingreifen Gottes wird außerdem messbare Spuren in
der Welt hinterlassen, die dann untersucht, und im Rahmen der erkannten
Gesetzmäßigkeiten, erklärt werden. Der Schaden entsteht durch den
Umkehrschluss: Wenn wir alles ohne Gott erklären, bzw. erklären könnten,
hätten wir damit bewiesen, dass es Gott nicht gibt. Ein ernsthafter
Naturwissenschaftler wird diese Umkehrung ablehnen, da es sich um eine
unzulässige Nicht-Existenz Behauptung handelt, die so nie beweisbar ist.
Der Schaden
Der Schaden der entsteht
ist von subtiler Natur. Egal wie viele Menschen behaupten, sie hätten Gott
erfahren, ihn wahrgenommen, egal wie viele Menschen behaupten, sie hätten
Ereignisse außersinnlich wahrgenommen, solange diese Wahrnehmungen nur der
Mensch selber machen kann, und sie eben nicht gemessen werden können, solange
gelten diese Wahrnehmungen als nicht beweisbar.
Nun ist auch das noch
nicht weiter schlimm, denn Beweisbarkeit im Rahmen der Naturwissenschaft gilt
eben auch nur für den Bereich, in dem Naturwissenschaft Aussagen trifft. Der
Schaden entsteht, wenn nun aus der Nicht-Beweisbarkeit auf die Nicht-Existenz
geschlossen wird. Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, der Schluss der
Nicht-Existenz ist nur bei messbaren Ereignissen durch Fehlen entsprechender
Messergebnisse beweisbar, nicht jedoch, wenn das Ereignis oder die Wahrnehmung
sich auf nicht messbare Größen bezieht. Die Behauptung der Nicht-Existenz ist
hier religiöser Natur. die Religion nennt sich Materialismus und geht davon
aus, dass sich alles allein aus Materie und Energie erklären lässt.
Die Materialisten glauben
nun, dass Ereignisse und Wahrnehmungen, die nicht messbar sind, auch nicht
stattfinden. Sie erklären solche Wahrnehmungen für Halluzinationen, für
Einbildung, Wunschdenken oder Täuschung. Sie behaupten, dass die
Naturwissenschaft beweisen könne, dass solche Ereignisse oder Wahrnehmungen
keinen Bezug zur Wirklichkeit haben, Sie missbrauchen die Naturwissenschaft um
ihre religiöse Überzeugung durchzusetzen.
Die Naturwissenschaft
trifft nur Aussagen innerhalb ihres Kontextes. Und dieser wird durch die
Messbarkeit und Überprüfbarkeit begrenzt. Außerhalb dieses Rahmens trifft sie
keine Aussagen. Die Naturwissenschaft sagt nicht, dass es Telepathie nicht gibt,
sie sagt nur, dass sie sie nicht erklären oder beweisen kann und somit auch
nicht widerlegen.
Der Irrtum
Materialistische
Naturwissenschaftler, insbesondere Biologen und Mediziner, versuchen nun, die
Wahrnehmungen und Ereignisse allein im Rahmen der Naturwissenschaft zu
erklären. Die Idee dahinter ist, dass wenn es gelingt, eine
naturwissenschaftliche Erklärung zu finden, so wäre die Religion des
Materialismus einen Schritt weiter auf dem Weg, zur alleinigen, ja bewiesenen,
Religion zu werden. Das ist ein wirklich aussichtloses Unterfangen.
Die Anhänger der
Nicht-Materialistischen Weltanschauung
tappen in eine ähnliche Falle. Die Wahrnehmung von Gott, das Empfangen
telepatischer Informationen oder das Erleben eines Poltergeistphänomens sind
kein Beweis dafür, dass die Naturgesetze nicht gelten, dass die
Naturwissenschaften sich irren. Die Naturgesetze werden nicht außer Kraft
gesetzt, die Naturwissenschaft kann diese Ereignisse und Phänomene lediglich
nicht erklären. Es fehlt die Messbarkeit der Kräfte, die dort wirken. Die
Entwicklung der Naturwissenschaften ist nicht durch die Widerlegung sondern die
Ergänzung und Ausweitung geprägt.
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